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Thema: Perlboot oder Nautilus Muschel

  1. #1
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    Perlboot oder Nautilus Muschel

    Gestern, Freitag der 13. war für mich ein Glückstag, denn ich habe beim Strandspaziergang meine erste Nautilus Shell (Nautilus Muschel, auch Perlboot genannt) gefunden. Sie war bei Flut angespült worden und noch halb im Sand vergraben. Ich kam mir fast vor wie ein Archäologe und habe sie ganz vorsichtig ausgegraben. Diese Perlboote sind sehr fragil und zerbrechlich.

    (Nachträgliche Änderung: Meike (siehe unten) hat Recht und ich habe tatsächlich ein Papierboot und keine Perlboot gefunden: Deshalb habe ich die Bilder hier rausgenommen, um nicht für Verwirrung zu sorgen)

    Das Perlboot (Nautilus) gehört zur Klasse der Kopffüßer (Cephalopoda) aus dem Stamm der Weichtiere (Mollusca) und werden oft als .

    Im Gegensatz zu einer Krake oder Kalmar besitzen Perlboote als Einzige ihrer Art eine gewundene Kalkschale, die ihren weichen Körper schützt und in die sie sich ähnlich einer Schnecke zurückziehen können. Bei Schnecken sind die Schalen jedoch asymmetrisch, während das Perlboot eine symmetrisch gewundene Schale hat.

    Der Nautilus (Perlboot) hat auch viel mehr Fangarme (Tentakel) als alle anderen bekannten Kopffüßer. Die bis zu 90 Fangarme sind rund um die Mundöffnung herum kranzförmig am Kopf befestigt und sind auch nicht wie bei Kalamaren mit Saugnäpfen versehen, sondern sie sondern ein klebriges Sekret ab, um Beute festzuhalten.

    Die aufgerollte Schale eines Nautilus ist auch anders gekammert, als die einer Schnecke und das Tier bewohnt nur die äußerste Kammer. Die anderen Kammern sind mit einem Siphunculus, einem dünnen Gewebestrang durchzogen, der die Kammern mit Gas versorgt. Der Druck in diesen Kammern ist durch Veränderung des Verhältnisses von Gas (Stickstoff) und Wasser regulierbar und so kann das Perlboot sich in einer wippenden Bewegung fortbewegen. Enthalten die Kammern viel Gas, wird der Nautilus leichter und steigt, enthält eine Kammer weniger Gas, sinkt der Nautilus, weil er schwerer wird. Ähnlich funktioniert auch ein Unterseeboot.

    Eine schnelle Fortbewegung oder Flucht vor Feinden (z.B. Drückerfische oder Tintenfische) ist auf diese Weise nicht möglich und so kann sich das Perlboot zu seiner Sicherheit in die Schalenmündung zurückziehen und die Öffnung mit einer fleischigen Kappe verschließen.

    Der Lebensraum der Nautilus ist in Tiefen von etwa 400 Metern und bevorzugt an Hängen und Riffen. Sie können bis zu 650 Meter tief tauchen und kommen nur nachts bis auf eine Tiefe von 100 Metern herauf. Die Tiere sind nachtaktiv und ernähren sich von kleinen Krebsen und Aas.
    Geändert von Littlewood Garden (15.04.2012 um 10:28 Uhr)
    Viele Grüsse aus Knysna
    Martina
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  2. #2

    AW: Perlboot oder Nautilus Muschel

    Hmmmm, Martina, sicher, daß es sich hierbei nicht um Papierboote handelt?

    Ich hatte das ausgesprochene Glück, im Juni 2011 am Strand von Rheebok gleich 5 Papierboote zu finden, die fast alle vollständig und nicht angebrochen waren. Sowas passiert einem wahrscheinlich nur einmal im Leben, und ich hüte sie wie meinen Augapfel!

    Also Leute - Augen auf beim nächsten Strandspaziergang an der Garden Route! Hier gibt's noch mehr zu finden außer Sand, Sonne und Meer!
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    Meike & Martin Prenzel
    AVENUES GUESTHOUSE, Mossel Bay

  3. #3
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    792

    AW: Papierboot vers Perlboot

    Hallo Meike,

    ja, Du hast recht. Es handelt sich bei meinem Fund tatsächlich um ein Papierboot und nicht ein Perlboot.

    Habe den Unterschied nochmal in Wikipedia nachgelesen.

    Auch Papierboote (Argonauten) gehören zu den Kopffüßern in die Verwandschaftsgruppe der achtarmigen Tintenfische.

    Perlboote (Nautilus) sind die einzigen Kopffüßer mit einem festen, kalkigem Außengehäuse.
    Papierboote scheinen ebenfalls ein kalkhaltiges Außengehäuse zu besitzen, allerdings ist dies kein echtes Gehäuse, denn es hat sich im Laufe der Evolution vollständig zurückgebildet. Das Papierboot scheint den Tieren als Gehäuse zur Speicherung von Luft zu dienen, um damit in der Tiefsee zu tarieren.

    Das Gehäuse eines Perlbootes besteht aus einer Argonit Kalkmonifikation, das Papierboot besteht aus einer Calcitkalkmodifikation.

    Schön ist sie allemal ......

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    Martina
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  4. #4

    Papierboote

    Noch eine kleine Ergänzung zu den Papierbooten (Paper nautilus / Argonauta argo):

    Der Körper der Papierboote hat acht Arme, von denen zwei sehr lang sind. Die Tiere werden ca. 10 cm groß, und nur die Weibchen produzieren das zerbrechliche Gehäuse, das in erster Linie als Brutkammer für die Eier genutzt wird. Die Weibchen treiben in der Nähe der Wasseroberfläche und werden bei starken Stürmen an den Strand gespült, wo sie leichte Beute von Möwen und Menschen werden (Möwen lieben das fleischige Innere, Menschen das filigrane Gehäuse).

    Es gibt noch zwei ähnliche Arten, Argonauta nodosa und Argonauta boettgeri, die aber sehr selten zu finden sind.

    Und so sehen die Tiere im Wasser aus:

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    Meike & Martin Prenzel
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