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Thema: Der Bartolomeu Dias Museumskomplex

  1. #1

    Der Bartolomeu Dias Museumskomplex

    Der Bartolomeu Dias Museumskomplex in Mossel Bay ist durchaus einen Besuch wert und hat für Jung und Alt was zu bieten! Er ist ganzjährig geöffnet außer Weihnachten und Karfreitag, die Besuchszeiten sind Montag bis Freitag von 9 bis 16:45 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen von 9 bis 15:45 Uhr.

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    Historischer Hintergrund

    König Joao (Johann) II von Portugal wurde von seinem Großonkel, Prinz Heinrich dem Seefahrer, inspiriert und war entschlossen, den Seeweg nach Indien um die Südspitze Afrikas zu finden.
    1482 schickte er Diogo Cão mit zwei Schiffen auf die Reise, um die Westküste Afrikas zu kartographieren. Die beiden Entdeckungsreisen von Cão dienten als Wegbereiter für Bartholomeu Dias, der im August 1487 mit zwei Karavellen von je 100 Tonnen und einem größeren Versorgungsschiff von Lissabon in See stach.

    Im Dezember 1487 segelte Dias an der afrikanischen Westküste entlang so weit südlich bis zu einer Bucht, die später als Baia dos Tigres bekannt wurde. Er passierte Cape Cross, wo sein Vorgänger, Diogo Cão, ein Kreuz (padrão) errichtet hatte und wandte sich südwärts. Nachdem Dias die Mündung des Orange River passiert hatte, wollte er nicht länger gegen die vorherrschenden Südostwinde ankämpfen und wandte sich südwestwärts, wobei er die Sicht auf die Küste aus den Augen verlor.

    Mit östlichem Kurs umsegelte Dias den afrikanischen Kontinent, ohne dessen gewahr zu werden. Erst nachdem er einen nördlichen Kurs eingeschlagen hatte, kam wieder Land in Sicht, und zwar am Rio dos Vaqueiros (Gouritsfluss).

    Hier verhinderte die starke Brandung eine Landung, aber am 03. Februar 1488, dem Namenstag von St. Blasius, gelang es ihm, in einer geschützten Bucht an Land zu gehen. Er benannte die Stelle „Aquada de São Bras“ (Wasserstelle des Heiligen Blasius), weil er dort auf eine Frischwasserquelle stieß. Später wurde der Ort von den Holländern in Mosselbaai (Muschelbucht) umbenannt, weil Muscheln die einzige Nahrungsquelle war, die sie finden konnten. Die Portugiesen gingen noch öfters bei São Bras vor Anker, um die Schiffsbesatzungen mit Frischwasser und Fleisch von einheimischen Viehhirten zu versorgen.

    Mitte des 17. Jahrhunderts entschloss sich die Vereinigte Ostindische Handelsgesellschaft eine Versorgungsstation am Kap zu errichten, aber es vergingen nochmals hundert Jahre, ehe eine Niederlassung in Mossel Bay geplant wurde.

    Der Getreidespeicher


    Der Getreidespeicher wurde 1786 von der Vereinigten Ostindischen Handelsgesellschaft errichtet, da der Handel von Getreide und Wolle begonnen hatte und sich immer weiter verbreitete. Im Jahr 1949/50 wurde der alte Getreidespeicher abgerissen, um der Lagerhalle der „Suid-Westelike Landbou Ko-op Bpk“, einer Landwirtschaftsgenossenschaft, Platz zu machen. Als diese Lagerhalle 1986 abgerissen wurde, entdeckte man das Fundament des ersten Getreidespeichers, und eine Nachbildung davon wurde aufgebaut. Zur Zeit wird der Bau als Empfangs- und Informationszentrum für den Museumskomplex genutzt. In diesem Museum wird das kulturelle Erbe von Stadt und Umgebung gezeigt.

    Das Meeres-Museum

    1901 wurde dieser Bau als Getreide- und Sägemühle errichtet. Heute dient er als Maritim-Museum, einmalig in seiner Art. Außer der maßgetreuen Nachbildung der Dias-Karavelle findet man auch alle möglichen anderen Artikel und Hinweise auf die Seefahrtsgeschichte aus der Zeit der frühen portugiesischen, holländischen und englischen Seefahrer.

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    Ethno-botanischer Garten und Braille-Weg

    In diesem Garten sind verschiedene Pflanzen, die in der Umgebung von Mossel Bay vorkommen und von den Khoi, San, Farbigen, Xhosa und Europäern als Nahrungs- und Heilmittel verwendet oder auch mit magischen Kräften und Aberglauben in Verbindung gebracht wurden. Der Braille-Weg ermöglicht auch Sehbehinderten den vollen Genuß dieser Anpflanzung.

    Der Postbaum

    Pedro de Ataide, der Befehlshaber auf einem der Schiffe in Cabrals Flottille, hinterließ 1500, als er sich auf der Rückreise von Fernost befand, einen wichtigen Brief in einem Schuh oder einem Eisentopf unter oder nahe einem großen Baum. In diesem Brief warnte de Ataide vor Problemen in der Nähe von Kalkutta. 1501 fand João da Nova, Befehlshaber der Dritten Ostindien-Flotte diesen Brief, als er auf dem Weg nach Indien war. Somit entstand das erste Postamt in Südafrika.
    Der große Baum, Weißes Milchblatt (Sideroxylon inerme), ist zum örtlichen Denkmal erklärt und ist allgemein bekannt als Postbaum. Alle Post, die in den Schuh unter dem Postbaum gelegt wurde, erhielt den originalen Poststempel.

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    Das Kreuz

    Da Nova war so dankbar für de Ataide’s rechtzeitige Warnung, dass er eine kleine Kapelle aus Stein errichtete, das erste Gebäude dieser Art in Südafrika. Heute befindet sich hier stattdessen ein Holzkreuz.

    Das Muschelmuseum

    Dieser Bau entstand 1902 neben dem Postbaum als Anbau der Alten Mühle. Das Gebäude ist sehr gut erhalten, und die Holzsäulen geben ihm einen eigenen Charakter. Fantasievolle Muschelausstellungen und bildliche Darstellungen, wie Menschen zu verschiedenen Zeiten Muscheln verwertet haben, befinden sich neben Aquarien, wo unterschiedliche Arten in ihrem natürlichen Umfeld leben.

    Die Quelle

    Die Frischwasserquelle wurde von Dias „Aquada de São Bras“ (Wasserstelle des heiligen Blasius) genannt. Noch heute sprudelt Wasser über einen Felsen in ein kleines Becken, wie schon Gaspar Correa es 1512 beschrieb.

    Munro Hoek

    Dieser Häuserkomplex an der Munrobucht wurde etwa 1830 von Alexander Munro errichtet und zählt zu den ältesten Häusern in Mossel Bay.

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    Das Malaien-Grab

    Man vermutet, das ein hochgestellter Muslime, der im 19. Jahrhundert an Bord eines Schiffes auf See verstarb, dort beerdigt wurde, denn das Grab ist gen Mekka gerichtet.

    Das Padrão (Steinkreuz)

    Hier errichtete Vasco da Gama ein „Padrão“ (Steinkreuz) im Jahre 1497. Dies ist eine Nachbildung, von der portugiesischen Regierung im Jahre 1968 gespendet.

    Der Wildgarten

    Das Tal und der Strand neben dem Museumskomplex sind heute als Munrobucht bekannt. Oberhalb des Strandes ist ein Wildgarten, wo die einheimische Pflanzenwelt der Umgebung von Mossel Bay naturbelassen gedeiht. Das Weiße Milchblatt und die Wilde Olive sind die verbreitesten Baumarten. Von diesem friedlichen Umfeld hat man einen herrlichen Blick über die Buht und zur Stelle, wo Dias vor mehr als 500 Jahren an Land ging.

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    Meike & Martin Prenzel
    AVENUES GUESTHOUSE, Mossel Bay

  2. #2

    AW: Der Bartolomeu Dias Museumskomplex

    Es wäre schade, wenn Meike und Martins informativer Beitrag über das Museum in der Schublade verschwindet.
    Deshalb möchte ich noch zwei Bilder des Schiffes von unserem Besuch letzte Woche hinzufügen.
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