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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wandern an der Gardenroute



Littlewood Garden
27.10.2012, 14:51
Die Garden Route und der Garden Route Nationalpark sind ein Paradies für Outdoorenthusiasten und wer gerne wandert findet hier eine Vielzahl an herrlichen Wanderwegen. Es gibt Touren unterschiedlicher Länge und Schwierigkeitsgrade man hat die Auswahl vom einfachen Waldlehrpfad, der sogar Rollstuhlgerecht ist über Halbtages- oder Tagesausflüge bis hin zu mehrtägigen Wanderungen.

Wer die Berge liebt, für den bieten die Outeniqua und Tsitsikamma Berge einige schöne Touren und in den ausgedehnten Waldgebieten von ca. 80.000 ha gibt es eine Vielzahl an Wanderwegen, die durch den einheimischen Urwald oder herrlicher Fynboshvegetation führen.

An den Küsten finden sich wunderschöne Küstenwanderwege entlang des Indischen Ozean, die oft den versteckten Pfaden der einheimsichen Fischer folgen und zu einsamen Stränden und Buchten führen.

Für einige Streckenabschnitte, braucht man ein Permit. Hier unterscheidet man zwischen einem "Self-Issue-Permit" und einem Permit bei dem Eintritt verlangt wird.
Das "Self-Issue Permit", kann man sich am Anfang des Wanderweges meist selbst ausstellen und bekommt eine Kopie mit. An einigen Stellen des Garden Route Nationalpark und der Cape Nature Reserves sind jedoch Eingangskontrollen und es wird eine Tagesgebühr erhoben.
Die Höhe des Eintrittspreises unterscheidet sich oft, was im Gebiet geboten wird. Bei einigen Wanderstrecken sind es nur ca. 4,00 ZAR, in einigen Naturreservaten in denen auch ein Kanuverleih, Picknickstellen, Grillplätze und sanitäre Anlagen zur Verfügung stehen kann es auch 30,00 ZAR kosten.
Im Tsitsikamma Nationalpark und in der Wilderness Sektion des Garden Route Nationalparks liegen die Eintrittspreise höher.

Im folgenden möchte ich einige auserwählte Wander-Touren vorstellen ......

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Littlewood Garden
27.10.2012, 15:11
Der Kranshoek Küstenwanderweg liegt in einem Waldgebiet bei Hakerville zwischen Knysna und Plettenberg Bay. Das Gebiet gehört zum Gardenroute Nationalpark und in der Hochsaison wird eine geringe Eintrittsgebühr von ca. 4.00 ZAR (0,40 €) verlangt. Ansonsten kann man sich beim Eingang in das Naturreservat ein "Self Issue Permit" ausstellen.

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Der Parkplatz liegt auf einem Hochplateu an einer schönen Picknickstelle. Ideal also wenn man eine Kühltasche mit Leckereien dabei hat und so nach der Wanderung ein schönes Picknick genießen kann.
Es stehen auch Grillplätze bereit und so kann man hier einen schönen und erlebnisreichen Tag verbringen.

Für den Kranshoek Wanderweg gibt es 2 Routen.
Für die abgekürzte Route mit ca. 3,4 km benötigt man ca. 2 Stunden. Die ausführliche Route ist 9,4km und man sollte ca. 4 Stunden einplanen.

Der Weg startet auf dem Hochplateu, das an einer tiefen Schlucht liegt. Der Weg startet an der westlichen Seite und führt über Bachläufe und entlang an Plantagenwäldern weiter und in Serpentinen durch einheimischen Urwald.

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an den steileren Passagen hat man Stufen gebaut ...

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un man muss auch einige Bachläufe überqueren. Einige Felsenpools laden unterwegs zu einer kurzen Abkühlung ein.

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Im Tal angelangt führt der Weg durch einen Schilfgürtel und man hört die Brandung des indischen Ozeans rauschen ....

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Littlewood Garden
27.10.2012, 15:22
Während man sich der Küste nähert hört man schon das Rauschen der Brandung und man hört ein dumpfes Grollen, das sich fast wie Donner anhört. Man sieht noch nichts und plötzlich öffnet sich der Schilfgürtel und man ist an einer herrlichen Bucht am indischen Ozean. Der Strandabschnitt hier ist ein Kieselstrand und die runden Steine wurden von den Wellen blankpoliert. Das Grollen kommt von den Steinen, die in der Brandung von den Wellen aneinandergerieben werden.

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Nächste Station im Süden - der Südpol. Dazwischen ist nur Wasser ....

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Die Sandsteinformationen leuchten in der Sonne in orange-roten Tönen und die bizarren Formen sehen aus als würde man sich in einer Märchenlandschaft befinden und ist von versteinerten Figuren umgeben.

Bei diesem unscheinbaren Schild muss man sich entscheiden, ob man nun die Abkürzung den Berg hoch durch die Fynboschvegetation nimmt oder den langen Weg die Küste entlang ....

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Ab hier geht es dann teilweise steil nach oben ....

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Littlewood Garden
14.01.2013, 17:49
Woodcutter - Circels in the Forest Hiking Trail in den Millwood Goldfields
Diese schöne Wanderung im Gouna Forest beginnt an der „Krisjan Se Nek“ Picknickstelle, die auf halben Weg zwischen dem Eingangsgate und dem Millwood Goldfields liegt.

Die Anfahrthierher führt von Knysna aus Richtung George auf der N2. Ca. 8 km nach Knysna kommt man zur Abzeigung Richtung Rheenendal. Man fährt über eine Teerstrasse ca. 13km durch Farmland und kurz hinter dem kleinen Laden mit Tankstelle und Totti’s Eatery Restaurant folgt man der Abzweigung Richtung Millwood Goldfield. Ab hier fährt man dann über Sand- und Schotterstrassen.

Auch dieser Teil gehört zum Garden Route Nationalpark und es finden sich hier schöne Wanderwege im einheimischen Urwald, Mountainbikestrecken und Picknickstellen. Das Eintrittsgeld beträgt R 22,00 pro Person, aber das kleine Office ist besonders außerhalb der Saison nicht immer besetzt. Trotzdem muss man sich in ein Buch eintragen und ein sogenanntes „Self-Issue-Permit“ ausfüllen, auch wenn man dann keinen Eintritt bezahlen muss.

Am Parkplatz der Krisjan Se Nek Picknickstelle steht auch einer der berühmten „Big Trees“, der Dalene Matthee Memorial Tree. Dalene Matthee war eine südafrikanische Schriftstellerin, die einige historische Romane über Knysna und den Knysna Forest geschrieben hat.
Der Big Tree ist ein ca. 880 Jahre alter „Yellowwood Baum“ (Gelbholzbaum) mit einer Höhe von ca.40 Metern und einem Umfang von 1.72 m.

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Hinter dem Big Tree startet der Wanderweg. Es gibt die Möglichkeit sich für den kurzen Rundweg mit 3,1 km Länge oder den großen Rundweg mit 9 km Länge zu entscheiden. Für den kurzen Weg sollte man ca. 1.5 Stunden einplanen und für den langen Rundweg braucht man ca. 3 Stunden
Die Wege sind beide relativ einfach, aber einige Steigungen sind zu überwinden.

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Man hat fast das Gefühl, man befindet sich hier in einem Märchenwald. Man überquert kleine Bachläufe und durchwandert Täler mit riesigen Baumfarnen. Auch unterwegs trifft man immer wieder auf „Big Trees“ Urwaldriesen und das Wurzelwerk einiger Bäume sieht aus wie Füße und viel alte Bäume sind ausgehöhlt. Auf umgefallenen Bäumen wachsen Moose und Pilze und mit etwas Fantasie kann man hier in einen Märchenwald eintauchen, in dem man hinter jeder Biegung Elfen, Gnome und Hobbits vermutet.

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Littlewood Garden
14.05.2013, 17:02
Letzten Sonntag erkundeten wir den Cape Dune Molerat Trail in der Wilderness Sektion des Garden Route Nationalparks.

Zwischen dem indischen Ozean und dem Hinterland verlaufen Sanddünen, die sich bis an den Fuß der Outeniqua Bergkette ziehen. Dazwischen liegt eine Reihe von Seen, die einzigartig in Südafrika sind. Diese Seenkette entstand durch die Anstauung von Wasser zwischen zwei parallel verlaufenden Dünen. Verschiedene Flussläufe speisen die Seen und fließen letztendlich in den Indischen Ozean.

Es gibt viele Wanderwege und die Seen und Flüsse können auch gut mit einem Kanu erkundet werden. Einige der Seen sind durch Kanäle verbunden und so kann man mit dem Kanu, das man auch mieten kann, schöne Tagestouren unternehmen, aber dazu ein anderes Mal.

Dieses Mal erkundeten wir das Gebiet zwischen dem Rondevlei und Swartvlei zu Fuß. Der Trail beginnt an einem Bird Hide am Rondevlei, einem See westlich von Sedgefield. Vogelliebhaber können hier eine Vielzahl von Vögeln beobachten. Es wurden bereits etwa 48 Vogelarten idendifiziert und von den 10 Arten der Kingfisher, die in Südafrika vorkommen, sind hier 5 Arten ansässig. Besonders sind hier natürlich Wasservögel zu beobachten und wir sahen unter anderem eine Flamingoschar, die vor uns ihre Kreise zog, bevor sie im seichten Teil des Wassers landeten.

Der Wanderweg führt über die hohen Dünen im Hinterland mitten durch herrliche Fynboshvegetation und bietet atemberaubende Ausblicke auf die Seenlandschaft der Wilderness Lakes.

Vom oben hat man einen herrlichen Ausblick auf den Rondevlei und sieht im Hintergrund den Langvlei und im Hintergrund ragen die Qutenqiua Berge empor.

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Auf der anderen Seite der Düne legen wir eine kurze Rast ein und genießen die Aussicht, bevor wir uns an den Abstieg machen. Im Hintergund kann man schon unsere nächstes Zwischenziel sehen, die Seen des Swartvlei ....

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unten führt der Trail durch hohes Schilf und am Vogelgezwischer können wir erkennen, welch ein Paradies dieses Schutzgebiet für Vögel ist

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und hier sieht man, wieso der Trail "Cape Molerat Trail" (Kap-Blessmull oder Kap Mullratte) heisst. Der Trail ist untergraben und die maulwurfartigen Hügel durchziehen die Landschaft. Keine Angst, es ist sehr unwahrscheinlich, diese scheuen Tiere zu Gesicht zu bekommen, denn diese leben unterirdisch in ihren Höhlen, die durch Tunnel verbunden sind und kommen nur sehr selten ans Tageslicht.
Empfehlenswert auf diesem Trail sind aber gute Schuhe, da große Abschnitte des Weges unterhöhlt sind und man oft einsinkt oder in ein Loch tritt und man so Gefahr läuft, sich den Knöchel zu verstauchen.

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Eine wirklich schöne Wanderung, besonders jetzt im Herbst und Winter. Im Sommer dürfte es sehr heiß werden und dann sollte man die Wanderung auf die frühen Morgenstunden verlegen. Auf alle Fälle sollte man eine Kopfbedeckung und ausreichend Wasser mitnehmen.

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Littlewood Garden
15.05.2013, 12:21
Unterwegs sollte man sich auch Zeit nehmen um die vielen schönen blühenden Wildblumen zu bewundern ....

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Littlewood Garden
09.06.2013, 16:21
Das Wetter war heute herbstlich durchwachsen. Immer wieder zogen dunkle Wolken über den blauen Himmel und es gab auch ein paar Regenschauer. Für uns kein Grund und zu Hause zu verschanzen und so entschlossen wir uns zu einem Spaziergang im Gardenroute Nationalpark entlang der Knysna Lagune. Die Knysna Lagune ist als Knysna Lake Area ein Teil des Gardenroute Nationalparks.

Wir fuhren von Knysna aus um die Lagune herum und parkten im kleinen Ort Lake Brenton, der uns gegenüber an der Knysna Lagune liegt. Bis zur High Tide, also Hochstand der Flut hatten wir noch ein paar Stunden, auch wenn das Wasser schon langsam zurückkam. Trotzdem konnte man noch problemlos am Uferstrand entlanglaufen und wir marschierten an der westliche Seite der Lagune entlang bis zum privaten Featherbed Naturreservat.

Wieder einmal waren wir überrascht. Bei angenehmen 15 Grad war ausser uns niemand unterwegs und wir waren alleine mit der Natur und den verschiedensten Wasservögeln. Von dieser Seite hat man eine schöne Aussicht auf die Knysna Heads, Leisure Island, die Ortschaft Knysna und die dahinterliegende Bergkette der Outeniqua Mountains. Wir konnten von hier sogar unser Haus sehen, aber für ein Foto hätte ich ein besseres Teleobjektiv gebraucht.

Hier ein paar Bilder des Tages ....

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Bei Flut ist diese Strecke nicht empfehlenswert, denn dann reicht das Wasser meist bis zur Uferböschung und man bekommt mit Sicherheit nasse Füsse.