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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Paddeln mit Eden Adventures in Wilderness



Avenues Guesthouse
20.05.2013, 13:11
Erster Teil - der Wasserfall:

Ein schöner Tag im Mai (Äh, bisher waren alle Mai-Tage dieses Jahr schön!) brachte meine Mutter und mich zum Paddeln nach Wilderness. Dort kann man bei Eden Adventures (https://www.eden.co.za/) (von der N2 aus dem Schild folgen) für wenig Geld Kanus ausleihen und über den Touw River paddeln.

Nach den Formalitäten inkl. Eintrittsgebühr für den Wilderness National Park geht zum top-gepflegten Gelände von Eden Adventures (inkl. sauberer Toiletten).

Für Fortgeschrittene mögen die Kanus etwas sehr bauchig und schwerfällig sein, aber für Anfänger sind sie ideal, weil sie nicht so schnell umkippen. In jedem Kanu gibt es reichlich spritzwassergeschützte Staufläche für Kleidung, Getränke und Picknick-Ausrüstung.

Ich hatte mein eigenes Kajak dabei, und meine Mutter entschied sich für ein wendigeres, aber wackeligeres "Sit-on-Top" statt eines Kanus. Sachen verstaut - und los ging's in Richtung Wasserfall:


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Schon nach ein paar Metern paddelt man durch eine tiefe Schlucht; links und rechts vom Fluß geht es steil bergauf. Der Fluß selbst, nur einige Meter breit, ist glasklar - man kann bis auf den Grund gucken und Fische beobachten. Am Flußufer gibt es auch viel zu entdecken, die Vogel-Vielfalt ist sagenhaft.

Nach etlichen Biegungen endet die Paddel-Tour rechts vom Fluß an einem kiesigen Strand. Dort läßt man die Boote einfach liegen und geht zu Fuß weiter. Ich gestehe, hier endeten meine bisherigen Paddel-Ausflüge immer, weil ich mein eigenes Kajak nicht so gerne dort zurücklassen wollte, aber diesmal habe ich mich getraut, weil ich unbedingt zum Wasserfall wollte. Und um der Geschichte gleich mal etwas vorzugreifen: Bei unserer Rückkehr war alles noch da - die Boote und alles, was wir in ihnen zurückgelassen hatten!

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Der Wanderweg zum Wasserfall dauert vom "Boots-Parkplatz" etwa eine Dreiviertelstunde. Der Weg ist einfach zu laufen, die meiste Zeit geht es über einen pikobello gepflegten Holzsteg oder über eine Steinmauer entlang der rechten Seite des Flusses. Man braucht also nicht unbedingt feste Wanderschuhe ... viele der Leute, denen wir begegneten, waren barfuß oder in Flipflops unterwegs.

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Der zweigeteilte Wasserfall selbst ist eine Wucht! Zwischen riesigen Felsen sprudelt das Wasser erst mehrere Meter auf der rechten Seite der Schlucht in ein zum Schwimmen geeignetes Becken (also Badesachen nicht vergessen!), um dann links von der Schlucht ins Flußbett zu stürzen. Selbst bei dem relativ geringen Wasserstand war der Anblick toll - wie muß es erst nach einem heftigen Regen sein? Leider konnten wir nicht alles so fotografieren, wie wir wollten, da die Sonne direkt von vorne kam.

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Avenues Guesthouse
20.05.2013, 13:30
Zweiter Teil - der See ... oder auch nicht:

Der Rückweg vom Wasserfall zum "Boots-Parkplatz" ist nicht weniger spektakulär als der Hinweg, weil man in jeder Richtung etwas anderes schönes entdeckt.

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Mit den Booten ging es dann wieder zurück bis zur Brücke, da geht dann ein weiterer Flußlauf mit einer weiteren Brücke links ab durch das meterhohe Schilf in Richtung Island Lake.

Vogelliebhaber sollten die Kamera immer griffbereit haben (schwierig, wenn man paddeln muß), denn die Vögel warten im Schilf und in den Büschen und Bäumen am Ufer förmlich darauf, "abgeschossen" zu werden.

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Zuerst ist der Fluß recht breit, wird dann aber immer schmaler, an einer Stelle berührt man fast mit den Paddeln das Ufer - aber mit ein bißchen Schwung kommt man auch durch die engste Stelle.

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Der Flußlauf windet sich immer wieder Richtung Berge, dann wieder Richtung Meer, es geht unter zwei Brücken hindurch, und hinter jeder Biegung denkt man "Okay, jetzt kommt der See!" - nein, kommt er nicht.

Kleiner Tipp: Man muß sechsmal in Richtung Meer paddeln, dann hat man die Mündung zum See vor sich. Wir haben es leider nicht ganz geschafft; die Zeit machte uns einen Strich durch die Rechnung. Eine Biegung hat uns noch gefehlt ... das hole ich dann ein anderes Mal nach. Mit Hilfe von Google Earth haben wir zu Hause nachgeschaut, daß es theoretisch nur noch wenige Meter zum Island Lake gewesen sein müßten ...

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Fazit: Früher aufstehen, mehr Zeit mitbringen, nicht bei jeder schönen Aussicht ewig verweilen, das Picknick etwas kürzer halten und ein bißchen zügiger paddeln (Oh Mann, noch schneller???), dann schafft man auch den Wasserfall UND den Island Lake! Wir sind um 11 Uhr bei Eden Adventures gestartet und waren um 16:30 Uhr wieder zurück.

Wilderness, ich komme wieder - mit meinem Boot UND mit viel mehr Zeit! :-)