Im Buch "111 Orte in Kapstadt, die man gesehen haben muß" (von Rüdiger Liedtke und Laszlo Trankovits, erschienen im emons Verlag) haben wir das Hai-Denkmal in der Jetty Street entdeckt, das wir uns unbedingt mal anschauen wollten - vor ein paar Tagen ergab sich die Gelegenheit:

Seit 2007 schweben auf dem Jetty Square fünf Hai-Skelette in drei Metern Höhe. Sie bewegen sich im Wind und scheinen in der Luft zu schwimmen. Nähern sich Menschen, sollen sich die Tiere, laut der Beschreibung im Buch, dank Infrarot-Sendern in den Wind drehen, und ein flötenartiger Ton soll zu hören sein, dessen Intensität sich nach der Windstärke richtet.

Die Skulpturen sollen daran erinnern, daß Kapstadt den Boden, auf dem sie steht, zumindest teilweise der Natur abgerungen hat. Dort, wo heute die Metallhaie schweben, war vor einem guten halben Jahrhundert noch das Meer, das in den 1960er und 1970er Jahren zur Landgewinnung aufgeschüttet wurde.

... soviel zur Theorie ...

In der Praxis würden wir niemandem empfehlen, sich auf die Suche nach den Haien zu machen. Die Gegend um den Jetty Square hat außer schattigen, zugigen und leicht angeschmuddelten Häuserschluchten und viel Beton nicht viel zu bieten, die Haie sind mittlerweile nicht mehr in bestem Zustand, die Infrarot-Sender scheinen nicht mehr zu funktionieren, und die Flöten funktionieren gar nicht mehr. Schade! Aber wir freuen uns trotzdem, etwas neues erlebt zu haben und nicht nur auf den Touristen-Trampelpfaden gewandelt zu sein.

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